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 Die neue Buchhaltung | Nicht-Ansässige | Kunstgegenstände

Die neue Buchhaltung verpflichtet zur Anwendung von Techniken der Rechnungsprüfung, die bislang nicht eindeutig geregelt sind

Die Anwendung der neuen internationalen Vorschrift für die Buchhaltung bedarf einer Zusatzqualifizierung des Rechnungsprüfers, da er zusätzliche Prüfungstechniken anwenden muss, die bislang zum Teil in Spanien nicht reguliert sind. 

Dies ist eine der wichtigsten Folgerungen der Tagung zur Einführung in die NIC, die vom Ersten Verband des Instituts der Vereidigten Buchprüfer in Madrid durchgeführt wurde. Die an der Veranstaltung teilnehmenden Fachleute bewerteten die “NIIF” (internationalen Buchhaltungsvorschriften) als umfassend und komplex, was ihr Verständnis erschwert. Hinzu kommt, dass in den spanischen Normen bspw. das Vorsichtsprinzip verwurzelt ist, das in den neuen Vorschriften bei der Darstellung eines treuen Bilds an Gewicht verlieren; andere Normen hingegen gewinnen an Bedeutung, wie der Vorrang des Fondskonzepts vor dem der Form. 

Bezüglich der Fristen für die Einführung der internationalen Buchführungsvorschriften haben die auf der Tagung versammelten Experten die Verzögerung bei der Verabschiedung einiger Teile hervorgehoben, die ein gewisses Mass an Unsicherheit bei Unternehmen schafft und unternehmerische Entscheidungen erschwert bzw. verzögert, was wiederum grosse Auswirkungen auf die Arbeit des Buchprüfers  hat. 

Bezüglich möglicher Auswirkungen in den verschiedenen Unternehmenssektoren bei der Anpassung der NIC zeigten sie sich zuversichtlich, da die Änderungen der bei der Erstellung der Jahresabschlüsse anwendbaren Kriterien ihrer Meinung nach eine Stärkung der Unternehmen bringt, sofern diese den Investoren, Analysten, Banken und anderen Körperschaften angemessen erklärt würde. 

Es gibt allerdings Sektoren, in denen die Sorge um die korrekte Anwendung der neuen Vorschriften recht gross ist, da diese zum einen Auswirkungen auf das Eigenkapital haben und zum anderen aufgrund der grösseren Volatilität, die einige der Vorschriften bei der Erstellung der Bilanzen bewirken.


Die neue Buchhaltung untersagt das Amortisieren des Firmenwerts

Die für die Entwicklung der internationalen Buchhaltungsvorschriften zuständige Behörde hat die Vorschriften für Fusionen und Geschäftsverbindungen, Geschäftsunterbrechungen, Banken und Versicherungsverträge veröffentlicht. Zu den wichtigsten Neuerungen gehört das Verbot, den Firmenwert zu amortisieren.

Das IASB (International Accounting Standard Board) hat eine Reihe von Buchhaltungsvorschriften veröffentlicht, die ab dem 1. Januar 2005 für Unternehmensgruppen gelten, die in der EU notiert sind. Unter den wichtigsten Neuheiten sind insbesondere solche zu betonen, die Fusionen und Geschäftsverbindungen betreffen.

Eine bedeutende Änderung ist das Verbot der Abschreibung des Firmenwerts. Diese Vorschrift gilt bereits in den USA und bedeutet in der Praxis einen weiteren Schritt bei der Suche nach Angleichung der europäischen und amerikanischen Buchhaltung.

Das Verbot der Abschreibung des Firmenwerts bedeutet eine entscheidende Änderung  bei der Bewertung von Geschäftsoperationen zur Verwaltung oder beim Kauf von Aktiva. Mit dem Amortisationsverbot des Firmenwerts entsteht die Verpflichtung, mindestens einmal pro Jahr einen Test zum Wertverlust durchzuführen. Die Vorschrift (NIIF 3) schreibt ebenfalls vor, dass bei sämtlichen Geschäftsverbindungen ein Käufer zu nennen ist, dies wird dazu führen, dass die Methode des Kaufs bei der Bewertung der Aktiva und Passiva der erworbenen Unternehmen benutzt wird. Darüber hinaus können die Kosten nachträglicher Umstrukturierungen bei Fusionen oder Geschäftsverbindungen nicht als Passiva zum Kaufdatum verbucht werden. Die Vorschrift bedeutet weiterhin eine begrenzte Überprüfung der Normen zum Verschleiss von Aktiva und immateriellen Anlagegütern.

Das Verbot der Abschreibung des Firmenwerts und die Notwendigkeit der Durchführung eines Verschleisstests bedeuten eine zusätzliche Schwierigkeit für die Buchhalter der Unternehmen, da es nicht dasselbe ist, den Firmenwert über 20 Jahre zu amortisieren wie eine Bewertung vorzunehmen, die eine viel detaillierte Analysearbeit erfordert.

Brüssel fordert eine Änderung der Vorschrift zu Derivaten, da der Streit zwischen der CE und dem IASB andauert. Brüssel verlangt die Anpassung einer der Vorschriften an die Forderungen des Finanzsektors. Das IASB hat das polemische Gesetz 39 veröffentlicht, das die buchhalterische Behandlung dieser Finanzprodukte reguliert. Die Behörde hat allerdings angekündigt, dass sie die Verhandlungen fortsetzen wird, um zu einem für den Banksektor befriedigenden Ergebnis zu kommen. Banken und Versicherungen befürchten, dass die Bewertung von Derivaten zu Marktwerten (wie es die Vorschrift vorsieht) die Volatilität ihrer Erträge erhöht. Die USA haben bereits eine ähnliche Regelung eingeführt. Das IASB hat ebenfalls die Vorschrift über Versicherungsverträge und unterbrochene Geschäftsoperationen verabschiedet.

Es bleibt abzuwarten, in welche Richtung sich die Angelegenheit entwickelt und wie die bestehenden Fragen beantwortet werden.

:: Herausgeber ::

Redaktion

Víctor Ramírez Pérez

Verlagsproduktion & Werbung

Financial Consulting Services Canarias,S.L.

Druckerei

Imprenta Newy's

Übersetzung

Sabine Schmidt

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TF716-2004

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April - Juni 2004
FCSC - Financial Consulting Services Canarias

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  Quelle: FCSC - Financial Consulting Services Canarias,S.L.

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